Dr. Paulo Taffner und die Demokratie der Wahl
In seiner am IPEA durchgeführten und von diesem institutionell veröffentlichten Studie zeigt Taffner anhand der Analyse des bestgehüteten Geheimnisses der Verfassungsgebenden Versammlung der Föderativen Republik Brasilien von 1988, dass eine regionale Struktur existiert, die zu einer politischen Spaltung in der Repräsentation der nationalen Bevölkerung durch Wahlen geführt hat.
Wie gestaltet sich die Sitzverteilung im Nationalkongress in beiden Bundeskammern, der Abgeordnetenkammer und dem Senat, wo die Regionen Norden und Nordosten jeweils die Mehrheit der Sitze innehaben – 45 Senatoren und 256 Abgeordnete von insgesamt 81 Senatoren, bei einem Quorum von 513 Sitzen für Abgeordnete? Teilt diese Struktur das Land in zwei ungleiche, gegensätzliche Teile, wobei der Süden, Südosten und Mittlere Westen eine Subföderation bilden, die in politischer Opposition zu den Bundesstaaten der Regionen Norden und Nordosten steht?
Die Regeln des institutionalistischen Systems, gemäß den Theorien von Shepsle und McKelvey, in dem die Macht institutioneller Strukturen die politische Macht übersteigt, basieren auf der Tatsache, dass diese Strukturen stabile Institutionen darstellen, die über die zeitlich begrenzten Mandate von Politikern hinausgehen, die letztendlich Positionen in der öffentlichen Verwaltung innehaben.
In diesem Fall wurden die Parlamentsabgeordneten nach auffälligen regionalen Interessen und historischen Ungleichheiten gruppiert, die sich im Zuge von Besatzung und wirtschaftlicher Entwicklung, dem Zusammentreffen unterschiedlicher und rauer Klimazonen sowie der Bevölkerungsmigration verfestigt haben. All dies spiegelt den Wettbewerb und die Rivalität bei der Umverteilung des nationalen Einkommens wider.
Der institutionelle Mechanismus der Abstimmung im Parlament ist in Parteiblöcken organisiert, und die Parteien kontrollieren die Loyalität der Stimmen der Parlamentarier.
Die Stimme des Wählers ist nur innerhalb der institutionellen Strukturen gültig, die durch politische Parteien, Parteiblöcke und überregionale Vertretungen repräsentiert werden.
Daher verzerrt die zufällige Stimmabgabe für Kandidaten, die nicht ihrer Partei angehören, den Wählerwillen, da sie nicht die tatsächliche Struktur der politischen Entscheidungsfindung widerspiegelt, die auf Parteistimmen, politischen Blöcken und der zahlenmäßigen Repräsentation der Landesabgeordneten gemäß der regionalen Herkunft des Abgeordneten beruht.
Der Algorithmus wurde so konzipiert, dass die Bevölkerung der bevölkerungsreichsten Bundesstaaten im Süden, Südosten und Mittelwesten Brasiliens im Verhältnis zur übrigen brasilianischen Bevölkerung unterrepräsentiert ist. Dadurch wird die maximale Anzahl der Bundesabgeordneten auf 70 begrenzt und mindestens acht Bundesabgeordnete garantiert.
Für die Bevölkerungszahlen von São Paulo, Rio de Janeiro und Minas Gerais gilt eine Obergrenze, für Acre, Amapá, Rondônia, Roraima, Sergipe und Alagoas, die überproportional vertreten sind, eine Untergrenze. Die größeren Bundesstaaten hingegen sind im Parlament unterrepräsentiert.
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